In der Landesligapartie am Sonntagnachmittag setzte sich die Buffalos bei der SG Heuchelberg mit 26:31 (12:15) durch.
Die Gastgeberinnen agierten von Beginn an mit einer konsequenten Manndeckung gegen Saskia Uhlemann, was den Spielfluss der Gäste spürbar hemmte. „Wir haben die Räume, die sich durch die Manndeckung ergeben haben, nicht wirklich gut genutzt und insgesamt zu statisch agiert“, analysierte Trainer Veton Broqi nach der Partie. Hinzu kamen mehrere ausgelassene Torchancen, weshalb sich die HABO trotz klarer Feldüberlegenheit nicht entscheidend absetzen konnte. So lag die SG zwar nahezu durchgehend mit drei bis vier Treffern in Führung, mehr als vier Tore Vorsprung wollten jedoch nicht herausspringen. Auch das Kreisläuferspiel des Tabellenschlusslichts aus Heuchelberg bereitete der HABO-Defensive immer wieder Probleme. Umso wichtiger war in dieser Phase die starke Leistung von Alea Wagner, die auf der ungewohnten Rechtsaußenposition ein starkes Spiel zeigte und mit einer makellosen Quote von 7 von 7 Treffern überzeugte.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie weiter schwer zu bespielen. Heuchelberg verteidigte phasenweise sogar mit zwei Manndeckungen und verkürzte in der 34. Minute auf 14:15. In dieser kritischen Phase übernahm Lina Scheurer Verantwortung, holte zwei Siebenmeter heraus, die Uhlemann sicher verwandelte – beim 14:18 (39.) war der Vorsprung wieder etwas komfortabler. Defensiv blieben die Buffalos jedoch anfällig. „In der Defensive waren wir häufig einen Schritt zu spät, standen oft nicht kompakt genug und haben dadurch immer wieder unnötige Siebenmeter verursacht“, zeigte sich Broqi selbstkritisch. Insgesamt erhielten die Gastgeberinnen nicht weniger als elf Strafwürfe, während die HABO leidglich vier Mal vom Punkt gefordert war.
Die Vorentscheidung fiel Mitte der zweiten Halbzeit: Youngster Samira Betz erzielte mit zwei Treffern in Folge das 17:23 (46.) und sorgte damit erstmals für einen Sechs-Tore-Vorsprung. In der Schlussphase zeigte sich dann auch die zweite Nachwuchsspielerin nervenstark: Emily Renz erzielte alle vier ihrer Treffer in der entscheidenden Crunchtime und ließ keinen Zweifel mehr am Auswärtssieg aufkommen. Am Ende brachten die Buffalos den 26:31-Erfolg souverän über die Zeit und durfte sich über zwei hart erarbeitete Punkte freuen, die die HABO nun mit 13:9 Punkte auf den 3. Tabellenplatz klettern lässt.
HABO SG II: Schneider, Wien – Horrer, Auracher (2), Scheurer (2), Uhlemann (8/4), Kranich, Eggert (1), Trefz (3), Nandelstaedt (2), Kürschner, Betz (2), Renz (4), Wagner (7)