Spannung bis zum Schluss bot das Duell der Mädels der Handballregion Bottwar SG gegen die Sport-Union Neckarsulm.
In einer packenden Partie schenkten sich beide Mannschaften nichts.
Am Ende stand ein 29:29 auf der Anzeigetafel, das an Dramatik kaum zu überbieten war.
Die HABO fand zunächst nur schwer ins Spiel. Unkonzentriertheiten in der Abwehr, Fehlpässe und vergebene Torchancen machten es den Mädels nicht leicht. Auch bei den Siebenmetern fehlte die Treffsicherheit: Von sieben Versuchen fanden nur zwei den Weg ins Tor.
Nach der Halbzeitpause präsentierte sich die HABO sortierter und fand besser ins Spiel. Dennoch blieb die Begegnung ausgeglichen. Beide Mannschaften lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ohne dass sich eine entscheidend absetzen konnte.
In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Neckarsulm ging zwischenzeitlich in Führung, doch 22 Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Mathilda Maier den Ausgleich zum 29:29. Doch der Handballkrimi war damit noch lange nicht vorbei.
In den letzten Sekunden wurde es noch einmal turbulent: Nach einer Szene beim Einwurf erhielt eine HABO-Spielerin eine Zwei-Minuten-Strafe und die rote Karte. Die Situation führte zu einem Siebenmeter für Neckarsulm.
Bei 49:58 auf der Uhr lag damit der gesamte Druck auf der gegnerischen Werferin und HABO-Torhüterin Tuana Türkmen.
Doch die Torhüterin bewies starke Nerven, blieb konzentriert und hielt den Siebenmeter! Damit sicherten sich die Mädels der HABO in letzter Sekunde den hart erkämpften Punkt.
Mit sieben Treffern war Romy Eisenmann die erfolgreichste Werferin der HABO. Mathilda Maier glänzte mit ihrem wichtigen Ausgleich, während Tuana Türkmen mit ihrer nervenstarken Parade den Punktgewinn sicherte.
Eine starke Teamleistung und ein packender Handballkrimi, der den Zuschauerinnen und Zuschauern bis zur letzten Sekunde einiges bot.
Für die Handballregion Bottwar SG spielten: Romy Eisenmann (7),
Ilka Dölker (4), Mathilda Maier (4), Madison Rittmaier (4), Sophia Zimmermann (4), Lillian Rittmaier (3), Lea Kübler (2), Jona Betz (1) sowie Milena Knapp, Hannah Müller, Maja Dolderer, Maja Heim und Tuana Türkmen.