Nach der knappen Niederlage gegen Kornwestheim wollten die Buffalos vor heimischem Publikum endlich wieder Punkte einfahren. Die Voraussetzungen dafür schienen nicht schlecht: Nach einigen krankheitsbedingten Ausfällen war der Großteil der Mannschaft wieder fit. Lediglich Nisi Auracher und Sassi Zink mussten weiterhin passen. Unterstützung gab es dafür aus der B-Jugend. Gegen die Spielgemeinschaft der HSG Odenwald/Bauland entwickelte sich von Beginn an eine Partie auf Augenhöhe, in der am Ende Kleinigkeiten den Ausschlag geben sollten. Die HABO musste sich nach einem spannenden Spielverlauf mit 28:31 geschlagen geben.
Von der ersten Minute an begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die Buffalos standen stabil in der Abwehr und fanden im Angriff immer wieder gute Lösungen. Auch die Chancenverwertung stimmte, sodass die HABO offensiv überzeugen konnte. Dennoch liefen die Gastgeberinnen über weite Strecken der ersten Halbzeit einem knappen Rückstand von ein bis zwei Toren hinterher. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, und so ging es folgerichtig mit einem ausgeglichenen 16:16 in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung umkämpft. Die HABO hielt dagegen und setzte die Gäste zunehmend unter Druck. Mit einer Manndeckung gegen Saskia Uhlemann versuchte die HSG, den Angriff der Buffalos auszubremsen. Dadurch entstanden allerdings Räume für die übrigen Spielerinnen, die vor allem Youngster Samira Betz geschickt zu nutzen wusste. Mit mutigen Aktionen setzte sie sich immer wieder durch und holte unter anderem Siebenmeter für ihr Team heraus.
In der 36. Minute war es schließlich Jasmin Kranich, die mit dem Treffer zum 18:17 die erste HABO-Führung seit dem 1:0 erzielte. Die Partie blieb jedoch eng, und beide Teams lieferten sich weiterhin einen offenen Schlagabtausch. Als Maddie Rittmaier in der 51. Minute einen blitzsauberen Gegenstoß zum 24:24 abschloss, war noch alles drin. Die Entscheidung sollte in der Schlussphase fallen – und damit genau dort, wo sich bereits früh abgezeichnet hatte, dass Kondition, Konzentration und Nervenstärke entscheidend sein würden.
Doch ausgerechnet in dieser entscheidenden Phase schlichen sich bei den Buffalos zu viele Fehler ein. Unkonzentriertheiten, Zeitstrafen und Abstimmungsprobleme in der Abwehr brachten die HABO aus dem Rhythmus. Hinzu kamen unnötige Fehlwürfe, die den Gästen die Möglichkeit eröffneten, sich abzusetzen. Die HSG Odenwald/Bauland nutzte diese Schwächephase konsequent aus und legte einen entscheidenden Zwischenspurt hin. Beim 25:30 in der 58. Minute war die Vorentscheidung gefallen.
Auch wenn die Buffalos bis zum Schluss kämpften, ließ sich der Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen. Am Ende stand eine bittere 28:31-Heimniederlage auf der Anzeigetafel. HABO-Trainer Veton Broqi fand nach der Partie klare Worte: „Wir machen in der entscheidenden Phase am Ende zu viele Fehler, verwerfen unglaublich viel in der zweiten Halbzeit und verpassen es so, wegzuziehen. Schade, da war mehr drin, aber wir haben unsere Leistung heute nur 50 Minuten abrufen können.“
HABO SG: Goebel, Hille – Uhlemann (13/7), Weller, Kranich (1), Eggert (2), Drechsel (5), Fähnle, Wieger, Kürschner, Maier (1), Rittmaier (2), Betz (3), Ehrlicher (1), Dolderer, Renz.